Wissenswertes über Moringa

Wissenswertes über Moringa

Der Name Moringa stammt ursprünglich aus dem indischen. Moringa hat jedoch so viele Bezeichnungen, dass man sie nicht alle aufzählen kann. Die Bezeichnung als Meerrettichbaum bzw. Horseradishtree leitet sich von den stechend und scharf riechenden Wurzeln des Baumes ab, Grund für den Geruch sind die enthaltenen wertvollen Senfölglykoside. Der Moringa Baum ist in den Ländern Afrikas, Asiens, in Lateinamerika, der Karibik und in Ozeanien bekannt, wird dort angebaut oder wächst wild.

Wie und wo wächst Moringa?

Der Moringa Baum wächst sehr schnell, liefert schnell Erträge und ist, hat er eine gewisse Größe errreicht, anspruchslos. Er wächst in subtropischen und tropischen Regionen auf sandigen kargen Böden, bei konstanten Temperaturen von 20 – 45 °C. Seine Wurzeln mögen keine Nässe, können jedoch sehr gut Feuchtigkeit speichern. Die ersten Blätter können schon 4 Monate nach Aussaat geerntet werden. Im ersten Jahr kann der Baum bis zu 8 m hoch wachsen. Insgesamt kann er eine Höhe von bis zu 20 m erreichen. Unter günstigen Bedingungen blüht und fruchtet der Baum ganzjährig. Die gelblichweißen,stark duftenden Blüten stehen in dichten Büscheln. Die schotenförmigen, bei der Reife trockenen, hell braunen Früchte werden ziemlich lang und können 75 cm und bei Zuchtformen noch wesentlich länger werden. Die kleinen dünnen Laubblätter stehen in doppelt gefiederten, fächerförmigen Wedeln. Die Wurzeln sind rübenförmig verdickt, saftig und reichen weit in die Tiefe. Die recht zähe Baumrinde, die bei Verletzung zum Schutz eine gummiartige Substanz ausscheidet, wird oft zur Herstellung von Seilen verwendet.

Das alte Wissen um die Nahrhaftigkeit und Heilkraft des Baumes kam auch den Europäern, besonders den Engländern, zu Ohren, die in den Kolonien lebten, so auch im Punjab, wo sich unsere Farm befindet. Es war modern, Pflanzen und Samen untereinander zu tauschen und fremde Pflanzen im Garten zu kultivieren. So kam es zur Ausbreitung und zum Entstehen verschiedener Moringa Arten rund um den Globus. Aus der ursprünglichen Art, Moringa oleifera, haben sich auf diesem Wege insgesamt 13 Unterarten entwickelt.

Nach Aussage der traditionellen ayurvedischen Medizin kann Moringa 300 Krankheiten vorbeugen. Der Nährstoffgehalt, der einzelnen Teile von Moringa oleifera, ist für fehl- oder unterernährte Menschen in der Tat sehr interessant.

Der Baum ist zu 100 % bioverfügbar, d.h. alle Teile des Baumes können der Versorgung des Menschen dienen.

Die Ursprungsländer von Moringa sind Afghanistan, Pakistan, Indien und Bangladesh

Die Ursprungsländer von Moringa

  • Kurz gesagt:
  • • wächst sehr schnell – bis zu 8 m im ersten Jahr

  • • er liebt Temperaturen von 20 °C – 45 °C

  • • wächst in subtropischem und tropischem Klima

  • • auf sandigen, kargen Böden

  • • erste Ernte nach 4 Monaten möglich

  • • es gibt 13 Unterarten

  • • Moringa oleifera ist in Europa am gängigsten

Moringa Blätter auf Poteran (Indonesien)

Wilder Moringa auf Poteran (Indonesien)

Was ist das Besondere an Moringa?

Warum Moringa so erfolgreich ist, lässt sich teilweise direkt aus seiner Biologie ableiten und hängt auch damit zusammen, dass dieser Baum an seinem natürlichen Standort in Nordindien am Fuße des Himalaya quasi unter gefechtsähnlichen Bedingungen lebt:

– Oft schroffe Temperaturgegensätze zwischen Tag und Nacht und zwischen den Jahreszeiten

– krasse Unterschiede in der Bodenfeuchte: oft monatelange Trockenheit im Wechsel mit wolkenbruchartigen Regenfällen

– damit im Zusammenhang heftige Schwankungen in der Verfügbarkeit von Nährstoffen- zu all diesen klimatischen und witterungsbedingten Herausforderungen kommt u.a. noch ein starker Konkurrenzdruck durch andere Pflanzen 

Die Überlebensstrategien des Moringa-Baumes sind gleichzeitig ein Hinweis auf die Bedeutung für unser Wohlergehen. Dieses, für Moringa nachteilig wirkende, Szenario ist der Grund für seine hohe Nährstoffdichte. Einfach gesagt muss der Baum ›kämpfen‹ um zu überleben – dies tut er indem er schnell wächst und ungewöhnlich viele Pflanzenstoffe bildet.

  • Kurz gesagt:

  • • Durch das Klima in Nordwest Indien ist der Moringa dort besonders gut

  • • über 90 Nähr- und Vitalstoffe

  • • 18 Aminosäuren

  • • 46 antioxidative Stoffe

  • • wichtige Senfölglykoside

Moringa oleifera –

Die Powerpflanze aus Nordwest Indien Video

Strategie 1: außerordentlich rasches Wachstum

Es ist notwendig, damit der Moringa-Baum in Zeiten mit günstigen Wachstums-Bedingungen einen Vorsprung vor konkurrierenden Begleitpflanzen hat und sich dadurch vor der Gefahr der Überwucherung schützen kann. Für diesen Zweck erzeugt er selbst ein spezielles Wachstumshormon, das Zeatin.

Es bewirkt
– eine hohe Vitalität
– starke Förderung des Eiweißaufbaus in den Zellen
– Verbesserung der Sauerstoffversorgung im Pflanzengewebe
– Verzögerung der Zellalterung

Strategie 2: Bildung und Speicherung von ungewöhnlich zahlreichen und vielfältigen Pflanzenstoffen

Sie unterstützen ebenfalls ein rasches Wachstum, dienen aber auch der Abwehr von Bakterien, Viren, Pilzen sowie von Tierfraß. Wer in die Nähe eines Moringa-Baumes kommt oder den Geruch seiner Blätter, Blüten, Früchte und Samen wahrnimmt, wird sofort an Meerrettich, Senf oder Kohl erinnert. Das deutet an, dass Moringa diesen Kreuzblütlern auch verwandtschaftlich nahe steht.

Senföle und weitere senfähnlich riechende Substanzen sind in allen Pflanzenteilen des Moringa-Baumes enthalten, sowohl in der Wurzel, der Rinde, den Blüten als auch in den Früchten und Samen. Diese scharf riechenden und schmeckenden Senföle und die damit verwandten Glykosinolate dienen der Abwehr.

Entdecken Sie weitere Moringa-Videos!

Ein Moringa Baum

Ein junger Sanleaf Moringa Baum

Die Bestandteile von Moringa
Moringa Kaufen

Was kann Moringa?

Moringa oleifera ist so reich an Nähr- und Vitalstoffen, dass er auch ›Wunderbaum‹ oder ›Baum des Lebens‹ genannt wird. Keine andere (bekannte) Pflanze enthält soviele Vitamine und Mineralstoffe wie Moringa oleifera. Sein extrem breites Nährstoffspektrum bei gleichzeitig sehr großer Bioverfügbarkeit macht den Moringa Baum zu etwas Besonderem. Durch seinen hohen Gehalt an Mikronährstoffen, also Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, ist Moringa perfekt geeignet für Sportler und alle, die täglich körperlichen Anstrengungen ausgesetzt sind. Denn beispielsweise über den Schweiß verlieren wir viele wichtige Mikronährstoffe.

Zeatin und Anti-Aging

Wie bereits erwähnt, gehört die Bildung des Wachstumshormons Zeatin zur Überlebensstrategie des Moringabaumes. Sie ist verbunden mit hoher Vitalität, gutem Regenerationsvermögen, Förderung des Eiweiß-Aufbaues und Verzögerung der Alterungsprozesse. Durch die Extra-Gabe von isoliertem Zeatin konnten ähnliche Wirkungen auch beim Menschen beobachtet werden.

Wie sich jedoch herausstellte, ist eine isolierte Verabreichung gar nicht erforderlich. Seine Wirkung im Komplex mit den anderen Inhaltsstoffen ist u.U. so gar noch intensiver, auf Grund der Synergien, die zwischen diesen Substanzen auftreten können. Eine Einnahme des Blattpulvers bzw. dessen Einarbeitung in Cremes führt offenbar zu ähnlich guten Ergebnissen. In der Kosmetik konnte durch Zeatin eine verbesserte Bildung von Kollagen festgestellt werden, verbunden mit der Reduktion von Hautfalten, Hautunreinheiten, Hautflecken und Entzündungen der Haut. Moringa gilt daher längst als ein brauchbares Anti-Aging-Produkt. Wissenschaftliche Belegungen liefern Studien der Universitäten von Aarhus (Dänemark) und Nanjing (China).

Die Moringaernte erfolgt bei uns von sorgfältiger Handarbeit

Ernte auf einem Sanleaf  Moringa Feld – Juni 2016

Wie schmeckt Moringa?

Das in Europa gängiste Moringaprodukt ist das Moringa-Blattpulver. Bei einer guten Qualität handelt es sich hierbei um 100 % gemahlene Moringablätter, maximal wenige Stängelchen verirren sich in hochwertiges Pulver. Es hat eine leichte Spinatnote und sollte etwas Scharf schmecken – so können Sie sicher sein, dass die wichtigen Bitterstoffe und Senfölglykosiode noch vorhanden sind.

Was kann ich mit Moringa machen?

Das Blattpulver lässt sich vielseitig einsetzen, so verwenden es viele als Gewürz auf Brot, in Suppen zum zubereiten von Dips oder für Salat – interessant ist, dass Moringa jeden Salat aufwertet, da es die Bioverfügbarkeit der Zutaten verbessert, Grund dafür ist Zeatin was hier als Botenstoff fungiert. Bitte kochen Sie das Pulver nicht mit, sondern fügen es nach dem Zubereiten Ihrem Gericht hinzu. Sehr gut lässt sich das Pulver auch für Smoothies verwenden. Wem Moringa nicht schmeckt, der kann hier eine größere Menge des Pulvers unterbringen und den Geschmack bspw. durch Ananas oder Kokosraspeln überdecken. Wem das Pulver nicht zusagt kann auch unsere Kapseln, Gewürze, Öl, getrockneten Blätter oder Tees ausprobieren.

Was macht gutes Moringa aus?

Für den Verbraucher ist eine wirklich gute Qualität leider oft nicht von mangelhafter zu unterscheiden. Grund dafür ist der sehr feine Mahlgrad des Blattpulvers. Wir waren der erste Moringahändler/-importeur in Deutschland und haben das Geschehen seitdem beobachtet. Leider gibt es offenbar viele Trittbrettfahrer die das schnelle Geld suchen. So kommt es, dass Anbau und Ernte völlig unterschätzt werden. Ein Beispiel: häufig werden Moringafelder mit dem Mähdrescher abgeerntet. So gelangen auch größere Zweige und gelbe Blätter mit in die Verarbeitung. Das hat zur Folge, dass das Pulver ›gestreckt‹ wird und sich die Nährstoffdichte verringert, ohne dass dies am Pulver selbst im Nachhinein zu erkennen ist. Wir ernten ausschließlich von Hand.

Zudem wird häufig die Qualität des Bodens auf dem Moringa angebaut wird unterschätzt. Wir wissen, dass dies ein Fehler ist und haben darum Experten nur für die Bodenaufbereitung in unserem Team. Der Boden ist extrem wichtig, denn daraus holt die Pflanze ihre Nährstoffe.

Folgende Grafik hilft Ihnen zumindest ein wenig, die Qualität Ihres Moringapulvers zu überprüfen. Des Weiteren können Sie auf die Transparenz des Händlers/Produzenten achten – wer nichts zu verbergen hat, hat auch keinen Grund etwas zu verstecken.

Moringa Ernte in Indien

Sanleaf Moringa Ernte

Ein Moringabaum von oben

Ein Sanleaf Moringa Baum von oben

Samori - Moringa Qualitätssiegel

SAMORI – ein Zeichen für sehr gute Qualität

Moringa Infografik

frisches Grün

hoher Chlorophyllgehalt

leichte Schärfe

Senfölglykoside und Bitterstoffe noch vorhanden

leichte Spinatnote

bedingt durch noch vorhandene Senfölglykoside

Chlorophyll?

Chlorophyll gilt heute als einer der wichtigsten Nahrungsbestandteile. Zudem ist es das Farbpigment, welches den grünen Pflanzen ihre Farbe gibt.

Senfölglyko…was?

Senfölglykoside sind sekundäre Pflanzenstoffe, die aus den pflanzeneigenen Aminosäuren gebildet werden. Sie geben Gemüse wie Rettich, Kresse, Rucola und eben auch Moringa ihren leicht scharfen Geschmack.

Ein junger Sanleaf Moringa Baum

Ein junger Sanleaf Moringa Baum

Reichhaltige Nutzpflanze für Mensch und Tier

In den Ursprungsländern gilt Moringa als Baum, der wahre Wunder vollbringt. Er ist ein Geschenk der Natur, für die Menschheit und auch für die Tierwelt. Er bietet ein einzigartig umfassendes Nährstoffspektrum, wie bisher keine andere Pflanze auf der Erde. In der regional traditionellen Volksmedizin wurde das Wissen um Moringa weitergegeben. Darauf wurden auch Entwicklungshelfer aufmerksam, die dazu beitrugen, dass sich das Wissen um Moringa weiter verbreitet hat.

Vor allem den Forschungen von Prof. Dr. Klaus Becker, von der Universität Hohenheim und den Untersuchungen von Lowell J. Fuglie vom Church World Service aus dem Senegal, ist es zu verdanken, dass die Einzelbestandteile von Moringa wissenschaftlich untersucht wurden und dass Moringa immer bekannter wurde. Auch Dank Prof. Dr. Becker sind die Geschichten über Moringa nicht mehr nur legendär, sondern wissenschaftlich belegt. Den neuesten Forschungen nach, kann Moringa ernähren, nähren, vorbeugen, helfen, regulieren, schützen und reparieren, da sämtliche Teile des Baumes ein optimales Nährstoffspektrum, in synergetischer Zusammensetzung, mit hoher Bioverfügbarkeit bieten.

Das bedeutet, dass wichtige Einzelstoffe in Moringa von Natur aus richtig zusammengefügt sind und sich gegenseitig in ihrer Funktion unterstützen. Es könnte für uns die optimale Nahrung bzw. Nahrungsergänzung sein, die nicht erst zusammengemischt (oder zusammengekauft) werden muss – ein Vorteil gegenüber synthetisch hergestellten Nahrungsergänzungen, in Pillen-, Kapsel- oder Konzentrat-Form. Moringa kann nicht nur die Überlebenschancen der Menschen verbessern, die in den traditionellen Anbaugebieten leben, sondern kann Menschen weltweit beim Erhalt der Gesundheit sehr dienlich sein. Vor allem Menschen, die sich nicht optimal ernähren können.